Menschen machen Innovationen - Innovations-Kongress vom 5. bis 7. April 2005 in Bremen



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Programm

Programm Eröffnungsplenum
Programm Foren 1 bis 5
Programm Foren 6 bis 10
Programm Plenum 2
Programm Foren B1 bis B4
Programm Strategieworkshops
Programm Abschlussplenum
Rahmenprogramm


ReferentInnen
Tagungsort
Veranstalter
Stimmen












Forum 6
Menschen machen Innovation möglich durch

Kompetenzentwicklung

Mittwoch, 6. April 2005, 9:00 Uhr

Moderation: Mechthild Bayer - Bereichsleiterin Berufsbildungspolitik, ver.di Bundesverwaltung, Berlin

Innovationsbarrieren und Lernwiderstände
Prof. Dr. Peter Faulstich - Universität Hamburg
  Langfassung des Vortrags
Lernen im Betrieb: Betriebliche Qualifizierung als Gestaltungsfeld für Interessenvertretungen
Michaela Gröne - Arbeitnehmerkammer Bremen
  Folienvortrag
Erfahrungen mit Personalentwicklung in Wissensorganisationen – Zwischen Binnenstabilität und externen Flexibilisierungsanforderungen
Dipl. Pol./Dipl. Arb-Wiss. Ulrich Klauer - ffw GmbH (Gesellschaft für Personal und Organisationsentwicklung), Nürnberg
  Folienvortrag



Forum 7
Menschen machen Innovation möglich durch

Wissensmanagement

Mittwoch, 6. April 2005, 9:00 Uhr

Moderation: Karl-Heinz Brandl - Geschäftsführer ver.di-innotec gGmbH, Frankfurt/Main

Wie aus Wissen Innovationen werden - Ergebnisse aus der Wissenschaftlichen Begleitforschung der Projekte "fit für den Wissenswettbewerb" und "wissensmedia des BMWA"
Ingolf Rascher - Ruhr Universität Bochum
  Folienvortrag
Innovationsmanagement durch integratives Wissensmanagement
Uwe Schmidt - Leiter Kompetenzzentrum Wissensmanagement, ATLAS Elektronik GmbH, Bremen
  Folienvortrag
Wissensmanagement als Steuerungsinstrumente für Innovationen
Lothar Alexander Harings - Member of the Board of Management, T-Mobile International AG & Co. KG, Bonn
  Folienvortrag



Forum 8
Menschen machen Innovation möglich durch

Wissensbilanzen und gute Wissensarbeit

Mittwoch, 6. April 2005, 9:00 Uhr

Moderation: Michael Schwemmle - Geschäftsführer Input Consulting GmbH, Stuttgart

Wissensbilanz als Zugang zu innovativem Personalmanagement
Ingrid Scheele - Konzept & Strategie für Ihr Unternehmen, Bremen
Michael Wunram - Abteilungsleiter Wissensnetzwerke, BIBA Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft, Universität Bremen
Im Rahmen eines BMWA-Projektes wurden erstmals in Deutschland 14 prototypische Wissensbilanzen erstellt, um jene Unternehmenswerte zu erfassen, die in der klassischen Bilanzierung unberücksichtigt bleiben.

"Die Wissensbilanz ist ein Instrument zur Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt Zusammenhänge zwischen organisatorischen Zielen, den Geschäftsprozessen und dem Erfolg des Unternehmens mittels Indikatoren."

Das Werkzeug "Wissensbilanz" wird vorgestellt. Anschließend wird die Tauglichkeit dieses Instruments für den Unternehmensalltag hinterfragt:

Was kann Sie leisten? - Und was nicht?

  Folienvortrag
Personalorientierte Benchmarks für wissensintensive Unternehmen
Claus Zanker - Geschäftsführer Input Consulting GmbH, Stuttgart
  Folienvortrag
Wage zu Wissen – Eine Einladung zur Wissensbewertung
Dr. Harald Voigt - Line of Business Services/Competencegroup Strategy, Processes & Transformation, BearingPoint GmbH, Berlin
Die Erfassung und Bewertung des Umgangs mit Wissen sind zentrale Erfolgsfaktoren für Wissensmanagement. Dennoch haben sich bisher keine Standards zur Wissensbewertung durchgesetzt, und verwendete Indikatoren führen oft zur Steuerung an Symptomen.
Wo wird Wissensbewertung tatsächlich benötigt - und was ist so schwierig daran?
Welche Lösungsansätze gibt es, und was können Unternehmen tun?

  Folienvortrag



Forum 9
Menschen machen Innovation möglich durch

betriebliche und überbetriebliche Netzwerke

Mittwoch, 6. April 2005, 9:00 Uhr

Moderation: Anke Kozlowski - Arbeitnehmerkammer Bremen

www.ag-mav.de - Zum Nachahmen empfohlen! 7 Jahre erfolgreiches Networking in der Diakonie
Karl-Hermann Böker - Böker-Beratung, Bielefeld
Eines der ersten Internet-basierten Vernetzungsprojekte startete 1997 als Initiative der Arbeitgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen in diakonischen Einrichtungen in Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Böker-Beratung. Ver.di unterstützt dieses Projekt seit mehreren Jahren.

Sowohl der Internet-Auftritt als auch das in der Öffentlichkeit nicht sichtbare Intranet mit heute fast 100 Benutzer/innen sind aus der Arbeit der AG-MAV nicht mehr wegzudenken. Information, Diskussion und Koordination werden mit diesen Mitteln erfolgreich abgewickelt. Im Intranet ist inzwischen ein wertvolles Archiv mit weit über 1000 Dokumenten entstanden, das allen Zugriffsberechtigten gemeinsam zur Verfügung steht.

Der Beitrag will kurz die Erfolgsstory, ihre Macher und Beweggründe nachzeichnen und damit zur Nachahmung anregen. Parallel zum Vortrag werden Beispielseiten des öffentlichen Internetauftritts gezeigt und Einblicke in das Intranet ermöglicht.

Die Diskussion grundsätzlicher Fragen der technischen Vernetzung von Arbeitnehmervertretungen rundet diesen Vortrag ab. Sie wird mit Thesen eingeleitet, die sich aus der langjährigen Erfahrung mit diesem Netzwerk und auch aus negativen Erfahrungen mit gescheiterten Netzwerkprojekten ergeben haben. Dabei spielen die beteiligten Personen und deren Motivation zur Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle.

Literatur:
  • Böker, Karl-Hermann / Ratayczak, Jürgen: Intranet und Internet für Betriebsräte - Planung, Entwicklung, Umsetzung; Bund-Verlag Reihe AiB-Stichwort 2003.
  • Böker, Karl-Hermann: Häuserkampf; CF-Gespräch "Arbeitnehmervertretung im Internet" Folge 6; Computer-Fachwissen 01/2005, S. 18-20.
  Langfassung des Vortrags
Soziales Benchmarking - Ein innovatives gewerkschaftliches Instrument zur Arbeitsgestaltung
Dipl. Soz. Cornelia Brandt - Referatsleiterin Bereich Innovations- und Technologiepolitik, ver.di Bundesverwaltung, Berlin
Ausgehend von einem vom BMBF geförderten Projekt zur Erforschung der sozialen Gestaltung der Arbeit in Call Centern wurde das betriebswirtschaftlich genutzte Instrument des Benchmarkings zu einem "sozialen Benchmarking" weiterentwickelt. Dabei wurde die allgemeine Methodik übernommen, das Wissen der Beschäftigten und ihre Wahrnehmung aber in den Mittelpunkt der Beurteilung gerückt. An Stelle betriebswirtschaftlicher Kennzahlen treten die in Dialog von Unternehmen und Wissenschaft erarbeiteten Leitsätze zur Gestaltung der Arbeit in Call- und Service Centern. Die gewonnenen Ergebnisse werden zum Ausgangspunkt eines gezielten betrieblichen Kommunikations- und Verbesserungsprozesses.

  Folienvortrag
Aus Wissen wird Wirtschaft - Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse im Land Bremen
Dr. Anja Turkowsky - Geschäftsführerin innoWi GmbH, Bremen
Als Patentverwertungsagentur des Landes Bremen ist die innoWi mit der schutzrechtlichen Sicherung und Verwertung von Wissenschaftserfindungen an Bremer Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen beauftragt. Neben der Bewertung der wirtschaftlichen und technischen Bedeutung der Erfindungen ist deren schutzrechtliche Sicherung und Vermarktung an Wirtschaftsunternehmen das Kerngeschäft der innoWi. Die innoWi ist eine von 22 Patentverwertungsagenturen in Deutschland, die sich zu einem Netzwerk - der TechnologieAllianz - zusammengeschlossen haben und Unternehmen insgesamt über 1.500 mit Schutzrechten gesicherten Erfindungen anbieten können.

  Langfassung des Vortrags
  Folienvortrag
Aus Wissen wird Wirtschaft - Innovationsmanagment für KMU
Dr. Martin Heinlein - Uni-Transfer, Universität Bremen
Kleine Unternehmen sind in ihrem Innovationsverhalten verschiedenen Restriktionen unterworfen. Die Einbindung in ein regionales Innovationssystem gilt als wichtiges Instrument zur Überwindung mangelnder Ressourcen. Netzwerke, Cluster oder Produktionskette stellen beschreibende Modelle dieser Einbindung dar. Zugleich kommt den Unternehmern in kleinen Unternehmen eine zentrale Stellung mit Hinblick auf ihre Kompetenzen in den Bereichen Markt/Marketing, Produktion, Finanzierung, Personal und Kommunikation mit öffentlichen Einrichtungen zu. Innovationsmanagement kann mangels Ressourcen nicht durchgeführt werden, obwohl die Unternehmen auf neues Wissen und dessen geordnete Umsetzung in neue Produkte und Dienstleistungen dringend angewiesen wären. Durch aktives Zusammenbringen der an freien Ressourcen armen Unternehmen und der an Wissen reichen Hochschulen soll das Thema Wirtschaft - Wissenschaft (Wissens- und Technologietransfer) belebt werden, um vormalige Outsider-Unternehmen an das Subsystem Wissenschaft heranzuführen.
Ein bewusst regional orientierter Ansatz unter Unterstützung der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen führt zu einer achtteiligen Veranstaltungsreihe "Innovationen managen - neue Technologien nutzen", bei der zum einen ein Fachvortrag zum Innovationsmanagement geboten wird und bei dem wissenschaftliche Angebote zielgerichtet über die Landesgrenzen hinweg vorgestellt werden.

  Folienvortrag



Forum 10
Menschen machen Innovation möglich durch

partnerschaftliche Unternehmenskulturen

Mittwoch, 6. April 2005, 9:00 Uhr

Moderation: Barbara Scheiter - Bereichsleiterin politische Planung/Koordination, ver.di Bundesverwaltung, Berlin

Anerkennender Erfahrungsaustausch: Ein Instrument des "Empowerment" für und durch Führungskräfte
Dipl. Soz. ök. Torsten Bökenheide - Unternehmensberatung, Hamburg
"Ich bin seit 10 Jahren dabei. Ich bewerbe mich jetzt innerbetrieblich, aber 'die' werden mich nicht kennen, weil ich war jeden Tag da." (Aussage eines Fahrers, 2000)

Hier will der Anerkennende Erfahrungsaustausch - über das Lob hinaus - der vorrangigen Beschäftigung von Führungskräften mit "Problem- und Krankheitsgeschichten" die systematische Beschäftigung mit produktiven Mehrheiten an die Seite stellen: den Anwesenden. MitarbeiterInnen als interne BeraterInnen ist die Haltung der Führungskräfte im Gespräch, die eine wertschätzende, angstfreie und vertrauensvolle Kultur schafft.

  Langfassung des Vortrags
  Folienvortrag
Innovation und Work-Life-Balance - Voraussetzung oder Widerspruch?
Diethard Linck - Inhaber PWP-Linck, München
Alle reden von "Work-Life-Balance", doch mit welchen Hintergedanken?

In unserer Gesellschaft ist "Beschäftigt sein" ein hoher sozialer Wert. Die Menschen werden dabei auf ihren Nutzen im ökonomischen System Unternehmen reduziert. Damit die Ressource Mensch noch rationeller genutzt werden können, werden alle Register gezogen. Dabei sind die Menschen mehr als nur Arbeitskraft. Sie haben als ganzer Mensch einen Anspruch auf Anerkennung und ein zufriedenes Leben. Damit dies gelingt bedarf es Wissen, Fantasie und Zeit, sich auch mit sich selbst zu beschäftigen. Können die Gewerkschaften hier führ Angebote machen?

Life-Balance und Innovationen bedingen sich und widersprechen sich. Beide setzen Neugierde, lebenslanges Lernen, Kontinuität und Wahrnehmung voraus. Unsicherheit und Ungewissheit behindern Innovation, kommen im Auf und Ab des Lebens immer wieder vor.
  • Darf man den Menschen in den Unternehmen nur auf seinen ökonomischen Nutzen reduzieren?
  • Gelingt in Deutschland noch ein Lastenausgleich zwischen den gesellschaftlichen Gruppen?
  • Welchen Beitrag zur "Balance im Leben" können Gewerkschaften leisten?
  Langfassung des Vortrags
Innovation mit Methode - Kreative Beteiligungspraxis bei der Entwicklung betrieblicher IuK-Anwendungen
Werner Alten - Geschäftsführender Gesellschafter holistic-net GmbH, Hannover
Unternehmen sind trotz bester Absicht nicht zwangsläufig innovativ. Innovation bedeutet Umsetzung. Es kommt darauf an, Innovationsfähigkeit zu entfalten und aus Ideen verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Strukturen, Verhaltensweisen zu generieren. Innovation braucht eine innovationsbefähigende Unternehmenskultur. Am Beispiel betrieblicher IuK-Technikentwicklung, die wesentlich zur Innovationsdynamik beiträgt, werden Methoden eines erfolgreichen Innovationsmanagements gezeigt. Offene Kommunikation, kooperative Wissensorganisation und Fairplay im Zusammenspiel von Management, IT-Providern, Betriebsräten sowie Beratern erweisen sich als Garanten für wettbewerbs- und beschäftigungssichernde Innovation.

  Folienvortrag



Letzte Änderung: 25.04.06   |   Druckversion dieser Seite